(Source: , via explore-blog)
Business Punk Top 50 #beckerfaust
Als mich letzte Woche die Botschaft erreicht hat, dass das Team des Business Punk Magazin rund um Chefredakteur Nikolaus Roettger (@nikolausr) der Meinung ist, ich gehöre in die Top 50 der kreativsten Nachwuchsköpfe in Deutschland, dachte ich nur eins: So muss sich Boris Becker bei seinem Sieg über Ivan Lendl 1986 in Wimbeldon gefühlt haben. Yeah. Ich freue mich sehr, über diese Auszeichnung und darauf im Oktober in Hamburg mit Nikolaus und seinen Kollegen anzustoßen. Vielen Dank!
Und weil es so schön war:
(Source: flic.kr)
Malte Spitz bei TED.com
Es macht uns Stolz, dass ein weiterer von uns trainierter Sprecher den Weg auf TED.com geschafft hat. Malte hat mit seinem wichtigen Talk bei der TEDGlobal 2012 zum Thema Datenschutz mittlerweile knapp 350.000 Menschen auf der ganzen Welt erreicht und täglich werden es mehr.
Malte verändert die Welt und wir freuen uns, ihn dabei zu begleiten und zu beraten.
Backstage Interview at TEDxBerlin 2012
TEDxBerlin: You have been the speaker coach for TEDxBerlin for quite a few years already. Today’s conference topic is “Thinking Change”. The speakers present their ideas for tomorrow, their passions and projects, and call for new goals. What’s the atmosphere like, what would you say?
Ole Tillmann: I think the atmosphere of TEDxBerlin is always very intense. As we hear so many impressive stories from people who are striving for change, who find their way out of the community to generate new knowledge and to work on solutions and then come back and share their stories with us – this creates a very fantastic and intense atmosphere.
TEDxBerlin: This sharing of stories, this spreading of ideas, that’s what TED and TEDx is about. What would you say is the power behind it?
Tillmann: The human race only has a chance of surviving if we spread our ideas more and more. As we always did. It was because of capitalism that people started taking money for this knowledge. But I think it is very important, due to the problems we face, to share our ideas. And that architects, developers, designers or neuro scientists for example, people who have fantastic insides, share this with you and me.
TEDxBerlin: What exactly constitutes the unique energy of the TEDx community?
Tillmann: The unique energy of the TEDx community is created by all these open minded people, who love to connect, who love to share, who are really curious about the topics and who really want to understand them. And to me this is very unique.
TEDxBerlin: What’s the idea that drives you personally?
Tillmann: I am very curious, I love to have ideas, create ideas and also listen to ideas and then through my speaker coaching find the little dots and connect them and reconnect them and make them a little bit clearer, so that they are easy to understand. So what I love is to get in touch with people and have a conversation and at the end have a result, which is worth spreading.
TEDxBerlin: What is the main thing you want to teach the people who speak at TEDxBerlin?
Tillmann: That we are all individuals. There is no single perfect style of holding a speech or spreading ideas. I always like to see the personality of the speaker. So „be yourself“ may be the best recommendation I can give.
(Source: tedxberlin.de)
"As a young journalist I thought that stories were simply what happened. As a screenwriter I realized that we create stories by imposing narrative on the events that happen around us."
—
Nora Ephron (* 19. Mai 1941 in New York City; † 26. Juni 2012) , US-amerikanische Drehbuchautorin und Filmregisseurin
"A designer knows he has achieved perfection not when there is nothing left to add, but when there is nothing left to take away."
—Antoine de Saint-Exupéry
TEDxBerlin Speaker Wolgang Kessling jetzt bei TED.com
Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich mich für Wolgang Kessling vom Suttgarter Klimaingenieursbüro Transsolar (www.transsolar.com) freue, dass seine wichtige Botschaft nun einem noch viel breiteren Publikum zugänglich wird. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht mit Wolfgang zu arbeiten. Ein hochtalentierter und sehr intelligenter Mensch, der zu den Vordenkern unserer Zeit gehört.
“Wolfgang Kessling is the Director of climate engineering company Transsolar, which aims to build structures that provide the highest possible comfort levels — with the lowest possible impact on the environment. Kessling focuses on low energy/high comfort concepts for hot and humid climates. He has been a project manager for the Experimental Cloud in Frankfurt, Germany and the Gehry building for Novartis in Basel, Switzerland. In Asia he has worked on the innovative cooling concept of the Suvarnabhumi International Airport in Bangkok and the first Zero Energy Office in Malaysia. Kessling believes that the key to comfort is recognizing that environmental conditions are influenced by all aspects and stages of design.” (Source: TED.com)
"All art is autobiographical; the pearl is the oyster’s autobiography."
—Federico Fellini and other great creators define art
(Source: , via explore-blog)
"Man - let me offer you a definition - is the storytelling animal. Wherever he goes he wants to leave behind not a chaotic wake, not an empty space, but the comforting marker buoys and trail signs of stories. He has to keep on making them up. As long as there’s a story, it’s all right. Even in his last moments it’s said, in the split second of a fatal fall - or when he´s about to drown - he sees, passing rapidly before him, the story of his whole life."
—Graham Swift, Waterland
My preparation for NEXT Berlin goes on.
This is a sketchnote for my link into science historian George Dyson (http://en.wikipedia.org/wiki/George_Dyson_(science_historian)) who is going to hold a keynote about the birth of the computer. He spoke at TED a couple of times. What a great speaker to open the conference with.
"Beherrsche die Sache, dann folgen die Worte (Rem tene, verba sequentur)."
—Cato
Auftrittsangst - Do I eat it, or does it eat me?
Tot. So habe ich mich unmittelbar nach meinem Moderatoren-Casting in Köln vor zwei Wochen gefühlt. Trotz meiner jahrelangen Erfahrung hatte ich das Casting vermasselt. Zum Glück bekam ich eine zweite Chance.
Was war passiert?
Ich habe vor ein paar Wochen eine Einladung zu einem Casting für eine neue Fernsehshow bekommen. Am Casting-Tag fühlte ich mich gut vorbereitet. Meine Gedanken waren strukturiert. Die Story war da. Ich hatte vor einer Kamera geprobt. Meine Warm-Up Routine hatte ich auch durchlaufen. Bestens vorbereitet um vor Publikum zu treten; trotzdem war ich vor der Kamera aufgeregt.
Der Raum in dem das Casting stattfand war klein, fensterlos und sehr hell ausgeleuchtet. Durch die Scheinwerfer war es sehr warm - die Luft verbraucht. Es waren vier Menschen mit mir dort, die ich nicht (oder nur wenig) kannte und die meine Leistung bewerten sollten. Normale Casting-Bedingungen. Es wäre einfach, meine Nervosität alleine mit den äußeren Konditionen zu begründen. Aber das war alles gar nicht mein Problem. Das Problem lag in mir: Ich hatte keinen Zugriff mehr auf mich und meine Gefühle. Mein emotionales Selbstmanagement war mir nicht mehr möglich. Es war, als wären meine ureigensten Handlungen von einem Autopilot übernommen. Überleben. Meine Gedanken waren überall nur nicht da, wo sie sein sollten. Ich konnte mich nur schwer konzentrieren. Mein Herz ging sehr schnell. Ich habe geschwitzt. Ich wusste nicht wohin mit meinen Händen. Meine Gedanken sind gerast. Und das in vollem Bewusstsein darum, wie wichtig gerade die Konzentrationsfähigkeit für einen Moderator (Denke: Schauspieler) ist. Mir ist das passiert, was wir im Volksmund einen “Blackout” nennen. Der US-Psychologe Daniel Goleman hat dafür den Begriff “Amygdala Hijack” erfunden. Und der trifft meine Empfindungen an diesem Tag sehr gut.

“Do I eat it, or does it eat me?” (Foto: Wikipedia)
Kämpfen, Fliehen oder Sich-tot-Stellen
Wenn wir über unsere Sinnesorgane einen äußerlichen Stimulus wahrnehmen, wird dieser sofort an eine Hirnregion mit dem Namen Thalamus gesendet. Von dort wird der Reiz unmittelbar an die Amygdala (hier wird die emotionale Bewertung der Situation vorgenommen) und den Neocortex, unser “Denkhirn”, weitergeleitet. Bewertet die Amygdala die Situation als unbedrohlich, verhalten wir uns weitestgehend rational. Wird die Situation aber als bedrohlich wahrgenommen, fängt die Amygdala die Signale Millisekunden vor dem Neocortex ab und übernimmt die Regie. Sie leitet dann eines der drei möglichen Überlebensprogramme ein: Kämpfen, Fliehen oder Sich-tot-Stellen. Dabei wird sehr viel Adrenalin ausgeschüttet, was meine Körpersignale (Herzrasen, Schwitzen, Gedankenrasen etc.) erklärt. In der Steinzeit war dieses System überlebenswichtig. Fresse ich den Säbelzahntiger? Oder frisst der Säbelzahntiger mich? In einer Casting-Situation ist keine dieser Verhaltensweisen zielführend. Außerdem verhindert diese Reaktion durchdachte Handlung: der Autopilot ist eingeschaltet. Die Konzentration leidet. Und das ist schlecht für jede Form von künstlerischer Darstellung (auch die öffentliche Rede ist für mich eine Kunstform).
Die Ausstrahlung
Wenn wir vor Publikum gut “performen” wollen, müssen wir drei Grundfähigkeiten beherrschen:
- Imagination - Die Fähigkeit, sich mentale Bilder vorzustellen und zu “sehen”.
- Konzentration - Die Fähigkeit, seine Imagination dahin zu lenken, wo man sie haben will und sie dort zu halten.
- Ausstrahlung - Die Fähigkeit, das, was man sich vorgestellt und worauf man sich konzentriert über den Körper (dazu zählt auch die Stimme) auszudrücken.
Ist bei uns eine dieser Fähigkeiten weniger stark ausgeprägt macht die Kamera diesen Mangel sichtbar. Das Publikum spürt es bewusst oder unbewusst. Der Profi sieht es sofort. Zum Glück kann man diese Fähigkeiten gezielt durch Übung trainieren. Ich bin sehr gut trainiert und war bei dem Casting trotzdem nicht Herr der Lage. Was also war wirklich mein Problem?
Absage
Ich habe den Job nicht bekommen. Eine Woche nach dem Casting bekam ich ein dankenswerter Weise sehr ehrliches Telefon-Feedback der Producerin. Sie sagte, dass ich in der engeren Auswahl war. Die Nervosität war weniger das Problem. Die Entscheidung gegen mich fiel eher weil die beteiligten Personen das Gefühl hatten, das ich den Job nicht wirklich wollte. Bingo. Als ich diesen Satz hörte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Denn genau das war mein Problem. Ich hätte diesen Job gerne gemacht, keine Frage. Aber eben nur gerne. Ich habe nicht dafür gebrannt. Kurz: Ich wusste nicht glasklar, was ich von meinem Publikum wollte. Und das zu wissen ist für jeden Menschen, der vor eine Kamera oder sein Publikum tritt essentiell. Sonst wird der Auftritt beliebig. Und das spürt das Publikum. Ich muss im Nachgang eingestehen, dass die Entscheidung gegen mich richtig war.
Das künstlerische Ego
Um die Nervosität in Stresssituationen zu mindern gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu zählen Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation. Ich bin für beide Methoden als Trainer zertifiziert und darin trainiert. Hier hätten mir diese Techniken aber nicht weitergeholfen.
Michael Checkhov (nach dessen Schauspielmethode ich ausgebildet wurde) hätte zu meiner Darstellung bei dem Casting vermutlich gesagt, dass ich nicht mit meinem künstlerischen Ego verbunden war. Schauspielen (Denke: Präsentieren) bedeutet Entscheidungen zu treffen (z.B. “Welche Geschichte will ich erzählen?). Und niemand kann einem diese Entscheidungen abnehmen. Wir müssen unser künstlerisches Ego aktivieren, um das Wichtige von dem Unwichtigen zu trennen. Und was in unserer Geschichte wichtig und was unwichtig ist, das wissen nur wir. Diese Entscheidung erfordert Mut. Den Mut wir selbst zu sein.
Ziel in der Vorbereitung auf einen Auftritt muss es sein, sich mit seinem künstlerischen Ego zu verbinden. Jeder kann das. Der Eine vielleicht schneller als der Andere. Trotzdem kann es jeder. Und die Art und Weise, wie wir uns ausdrücken ist unser künstlerischer Fingerabdruck. Wir haben gewiss Ähnlichkeiten mit anderen. Aber niemand von uns würde ein und denselben Inhalt genau gleich präsentieren. Der Grund dafür liegt in unseren unterschiedlichen Erfahrungen, unseren Werten, unseren Genen und der Art wie wir sozialisiert wurden. Das Wort Persönlichkeit stammt nicht zufällig vom lateinischen Wort personare (durchtönen) ab.
Die zweite Chance
Heute hatte ich wieder ein Casting. Dieses Mal für eine andere Fernsehsendung. Zum Glück hatte ich das Feedback der Producerin als Grundlage für meine Vorbereitung. Ich habe mich die letzte Woche sehr intensiv mit den Mängeln beim letzten Mal auseinander gesetzt. Ich wollte das Auto dieses Mal wieder selber fahren. Also habe ich mich gefragt: Will ich diesen Job wirklich? Und was will ich von meinem Publikum?
Geleitet von diesen und anderen Fragen habe ich mich immer weiter in die Materie vertieft. Ich habe meine Story mehr und mehr verkörpert. Und dabei immer wieder nachgespürt: Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Und wenn ich es nicht war, habe ich weiter geforscht, bis mir mein Gefühl wieder signalisiert hat: Da geht es lang. An einem Punkt habe ich gemerkt, dass ich angekommen war.
Mit diesem Gefühl bin ich heute zum Casting gefahren. Ähnliche Anforderung wie beim letzten Mal. Ich war zwar immer noch ein bisschen aufgeregt, aber jetzt war ich da. Präsent. Ich wollte. Das Ergebnis waren One-Takes. Handwerklich sauber. Ich war im Flow.
Die Entscheidung für oder gegen mich obliegt jetzt der künstlerischen Entscheidung anderer. Ich bin bereit.





