3 May
My preparation for NEXT Berlin goes on. 
This is a sketchnote for my link into science historian George Dyson (http://en.wikipedia.org/wiki/George_Dyson_(science_historian)) who is going to hold a keynote about the birth of the computer. He spoke at TED a couple of times. What a great speaker to open the conference with.

My preparation for NEXT Berlin goes on. 

This is a sketchnote for my link into science historian George Dyson (http://en.wikipedia.org/wiki/George_Dyson_(science_historian)) who is going to hold a keynote about the birth of the computer. He spoke at TED a couple of times. What a great speaker to open the conference with.

29 Apr

Stephen Fry Kinetic Typography - Language

24 Apr
"Beherrsche die Sache, dann folgen die Worte (Rem tene, verba sequentur)."

—Cato

15 Apr

Auftrittsangst - Do I eat it, or does it eat me?

Tot. So habe ich mich unmittelbar nach meinem Moderatoren-Casting in Köln vor zwei Wochen gefühlt. Trotz meiner jahrelangen Erfahrung hatte ich das Casting vermasselt. Zum Glück bekam ich eine zweite Chance.

noguts


Was war passiert?

Ich habe vor ein paar Wochen eine Einladung zu einem Casting für eine neue Fernsehshow bekommen. Am Casting-Tag fühlte ich mich gut vorbereitet. Meine Gedanken waren strukturiert. Die Story war da. Ich hatte vor einer Kamera geprobt. Meine Warm-Up Routine hatte ich auch durchlaufen. Bestens vorbereitet um vor Publikum zu treten; trotzdem war ich vor der Kamera aufgeregt.

Der Raum in dem das Casting stattfand war klein, fensterlos und sehr hell ausgeleuchtet. Durch die Scheinwerfer war es sehr warm - die Luft verbraucht. Es waren vier Menschen mit mir dort, die ich nicht (oder nur wenig) kannte und die meine Leistung bewerten sollten. Normale Casting-Bedingungen. Es wäre einfach, meine Nervosität alleine mit den äußeren Konditionen zu begründen. Aber das war alles gar nicht mein Problem. Das Problem lag in mir: Ich hatte keinen Zugriff mehr auf mich und meine Gefühle. Mein emotionales Selbstmanagement war mir nicht mehr möglich. Es war, als wären meine ureigensten Handlungen von einem Autopilot übernommen. Überleben. Meine Gedanken waren überall nur nicht da, wo sie sein sollten. Ich konnte mich nur schwer konzentrieren. Mein Herz ging sehr schnell. Ich habe geschwitzt. Ich wusste nicht wohin mit meinen Händen. Meine Gedanken sind gerast. Und das in vollem Bewusstsein darum, wie wichtig gerade die Konzentrationsfähigkeit für einen Moderator (Denke: Schauspieler) ist. Mir ist das passiert, was wir im Volksmund einen “Blackout” nennen. Der US-Psychologe Daniel Goleman hat dafür den Begriff “Amygdala Hijack” erfunden. Und der trifft meine Empfindungen an diesem Tag sehr gut.

Amydala Hijack

“Do I eat it, or does it eat me?” (Foto: Wikipedia)

Kämpfen, Fliehen oder Sich-tot-Stellen

Wenn wir über unsere Sinnesorgane einen äußerlichen Stimulus wahrnehmen, wird dieser sofort an eine Hirnregion mit dem Namen Thalamus gesendet. Von dort wird der Reiz unmittelbar an die Amygdala (hier wird die emotionale Bewertung der Situation vorgenommen) und den Neocortex, unser “Denkhirn”, weitergeleitet. Bewertet die Amygdala die Situation als unbedrohlich, verhalten wir uns weitestgehend rational. Wird die Situation aber als bedrohlich wahrgenommen, fängt die Amygdala die Signale Millisekunden vor dem Neocortex ab und übernimmt die Regie. Sie leitet dann eines der drei möglichen Überlebensprogramme ein: Kämpfen, Fliehen oder Sich-tot-Stellen. Dabei wird sehr viel Adrenalin ausgeschüttet, was meine Körpersignale (Herzrasen, Schwitzen, Gedankenrasen etc.) erklärt. In der Steinzeit war dieses System überlebenswichtig. Fresse ich den Säbelzahntiger? Oder frisst der Säbelzahntiger mich? In einer Casting-Situation ist keine dieser Verhaltensweisen zielführend. Außerdem verhindert diese Reaktion durchdachte Handlung: der Autopilot ist eingeschaltet. Die Konzentration leidet. Und das ist schlecht für jede Form von künstlerischer Darstellung (auch die öffentliche Rede ist für mich eine Kunstform).

Die Ausstrahlung

Wenn wir vor Publikum gut “performen” wollen, müssen wir drei Grundfähigkeiten beherrschen:

  1. Imagination - Die Fähigkeit, sich mentale Bilder vorzustellen und zu “sehen”.
  2. Konzentration - Die Fähigkeit, seine Imagination dahin zu lenken, wo man sie haben will und sie dort zu halten.
  3. Ausstrahlung - Die Fähigkeit, das, was man sich vorgestellt und worauf man sich konzentriert über den Körper (dazu zählt auch die Stimme) auszudrücken.

Ist bei uns eine dieser Fähigkeiten weniger stark ausgeprägt macht die Kamera diesen Mangel sichtbar. Das Publikum spürt es bewusst oder unbewusst. Der Profi sieht es sofort. Zum Glück kann man diese Fähigkeiten gezielt durch Übung trainieren. Ich bin sehr gut trainiert und war bei dem Casting trotzdem nicht Herr der Lage. Was also war wirklich mein Problem?

Absage

Ich habe den Job nicht bekommen. Eine Woche nach dem Casting bekam ich ein dankenswerter Weise sehr ehrliches Telefon-Feedback der Producerin. Sie sagte, dass ich in der engeren Auswahl war. Die Nervosität war weniger das Problem. Die Entscheidung gegen mich fiel eher weil die beteiligten Personen das Gefühl hatten, das ich den Job nicht wirklich wollte. Bingo. Als ich diesen Satz hörte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Denn genau das war mein Problem. Ich hätte diesen Job gerne gemacht, keine Frage. Aber eben nur gerne. Ich habe nicht dafür gebrannt. Kurz: Ich wusste nicht glasklar, was ich von meinem Publikum wollte. Und das zu wissen ist für jeden Menschen, der vor eine Kamera oder sein Publikum tritt essentiell. Sonst wird der Auftritt beliebig. Und das spürt das Publikum. Ich muss im Nachgang eingestehen, dass die Entscheidung gegen mich richtig war.

Das künstlerische Ego

Um die Nervosität in Stresssituationen zu mindern gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu zählen Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation. Ich bin für beide Methoden als Trainer zertifiziert und darin trainiert. Hier hätten mir diese Techniken aber nicht weitergeholfen.

Michael Checkhov (nach dessen Schauspielmethode ich ausgebildet wurde) hätte zu meiner Darstellung bei dem Casting vermutlich gesagt, dass ich nicht mit meinem künstlerischen Ego verbunden war. Schauspielen (Denke: Präsentieren) bedeutet Entscheidungen zu treffen (z.B. “Welche Geschichte will ich erzählen?). Und niemand kann einem diese Entscheidungen abnehmen. Wir müssen unser künstlerisches Ego aktivieren, um das Wichtige von dem Unwichtigen zu trennen. Und was in unserer Geschichte wichtig und was unwichtig ist, das wissen nur wir. Diese Entscheidung erfordert Mut. Den Mut wir selbst zu sein.

Ziel in der Vorbereitung auf einen Auftritt muss es sein, sich mit seinem künstlerischen Ego zu verbinden. Jeder kann das. Der Eine vielleicht schneller als der Andere. Trotzdem kann es jeder. Und die Art und Weise, wie wir uns ausdrücken ist unser künstlerischer Fingerabdruck. Wir haben gewiss Ähnlichkeiten mit anderen. Aber niemand von uns würde ein und denselben Inhalt genau gleich präsentieren. Der Grund dafür liegt in unseren unterschiedlichen Erfahrungen, unseren Werten, unseren Genen und der Art wie wir sozialisiert wurden. Das Wort Persönlichkeit stammt nicht zufällig vom lateinischen Wort personare (durchtönen) ab.

Die zweite Chance

Heute hatte ich wieder ein Casting. Dieses Mal für eine andere Fernsehsendung. Zum Glück hatte ich das Feedback der Producerin als Grundlage für meine Vorbereitung. Ich habe mich die letzte Woche sehr intensiv mit den Mängeln beim letzten Mal auseinander gesetzt. Ich wollte das Auto dieses Mal wieder selber fahren. Also habe ich mich gefragt: Will ich diesen Job wirklich? Und was will ich von meinem Publikum?

Geleitet von diesen und anderen Fragen habe ich mich immer weiter in die Materie vertieft. Ich habe meine Story mehr und mehr verkörpert. Und dabei immer wieder nachgespürt: Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Und wenn ich es nicht war, habe ich weiter geforscht, bis mir mein Gefühl wieder signalisiert hat: Da geht es lang. An einem Punkt habe ich gemerkt, dass ich angekommen war.

Mit diesem Gefühl bin ich heute zum Casting gefahren. Ähnliche Anforderung wie beim letzten Mal. Ich war zwar immer noch ein bisschen aufgeregt, aber jetzt war ich da. Präsent. Ich wollte. Das Ergebnis waren One-Takes. Handwerklich sauber. Ich war im Flow.

Die Entscheidung für oder gegen mich obliegt jetzt der künstlerischen Entscheidung anderer. Ich bin bereit.

14 Apr
"Man kann nur aus dem Ärmel schütteln, was man vorher reingetan hat."

—Alfred Biolek

10 Apr

nadrosia:

Creative Morning Berlin #8 - Me and the Eszett.

Vor zwei Wochen erhielt ich von Jürgen Siebert (der die Berliner Creative Mornings organisiert) einen sehr charmanten Anruf. Er wusste – wie die meisten von euch – über meine kleine Vorliebe für den Buchstaben Eszett und fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte darüber auf einem der Creative Mornings in Berlin zu sprechen. Da ich das schon ein paar Mal gemacht habe, schien das naheliegend.

Aber die da die Creative Mornings alle auf Video aufgezeichnet werden und dann für immer (für immer!) im Internet stehen, bat ich um kurze Bedenkzeit. Ich ging die Slides durch und habe die Geschichte ein wenig überarbeitet (Danke an Ole Tillmann) und sagte zu.

So … hier ist das Video. Ich habe es selbst noch nicht gesehen, sich selbst zu sehen ist irgendwie komisch. Aber man hat mir gesagt, es wäre recht unterhaltsam :-)

Danke an alle, die da waren!

Two weeks ago I got a call from the charming Jürgen Siebert who is the organizer of Berlin’s Creative Mornings. He – as a lot of you – knew about my little preference for the letter ß and asked me if I wanted to speak about it on March’s Creative Morning in Berlin. Since I did a couple of talks about it already that seemed like an easy thing to do. 


But since all Creative Mornings are videotaped and on the internet forever (FOREVER!), I wanted to think about it first. I went through the slides and decided to rearrange the story a little (with the help of the lovely Ole Tillmann) and accepted the invite.

Well … here’s the video. I didn’t watch it, I don’t like to see myself on screen speaking but I was told it is entertaining. 

Thanks to everybody who stopped by!

(Source: vimeo.com)

9 Apr

Fabian Hemmert’s fresh talk at Lift 12

4 Apr

Eine Frage des richtigen Tons

Zu einer guten Präsentation gehört ein guter Sprecher. Und gute Slides. Bei der Produktion aussagekräftiger Slides gilt wie bei der Auswahl der Inhalte die Regel: Weniger ist mehr. Ein Gedanke pro Slide. Mehr nicht. Ein visuell einheitliches Gesamtbild seiner Slides erreicht man durch eine harmonische Farbwahl. Es gibt ein paar nützliche Tools im Netz, die helfen, die richtigen Farben auszuwählen, wie z.B. kuler oder Color Scheme Designer.

Ein paar theoretische Hintergründe zur Farblehre findet ihr hier:

       
25 Mar

Meine Analyse der letzten Apple-Keynote

Eine Apple Produkt-Präsentation zu analysieren, ist eine interessante Aufgabe. Schließlich setzen nicht nur Apples Produkte Standards sondern auch die dazugehörigen Produktpräsentationen. Die Frage ist: Wie lange noch?

Wir befinden uns in einem abgedunkelten Saal. Wie immer bei Apple-Präsentationen sehen wir eine übergroße Leinwand zentral auf der Bühne. Wie die Dimensionen einer Kathedrale auf ihre Besucher beeindruckend wirken, so wirkt die Größe der Leinwand unterbewusst auf uns. Sie lässt uns (relativ) klein fühlen. Die Botschaft: Apple steht über allem. Der Focus des Raumes liegt auf dem hell leuchtenden Apple-Logo. Wie von vorherigen Inszenierungen gewohnt, sind den Sprechern zwei Orte auf der Bühne zugewiesen: Einer vor der Projektion in der Mitte der Bühne, der andere vom Publikum gesehen links am Rand der Bühne. Hier befindet sich später das neue iPad, dessen Inhalte auf den Screen übertragen werden können. Apple behält im Bühnendesign seine klare, reduzierte Designsprache bei.

Den vollständigen Artikel gibt es auf dem E-Plus Unternehmensblog

14 Mar

TED: Andrew Stanton - The clues to a great story

(Source: ted.com)

1 Mar

The Speed of Language


(Source: visual.ly)

7 Gründe warum Menschen Geschichten lieber hören als reine Fakten

Geschichten… 
     
  1. … können Zahlen, Daten und Fakten zum Leben erwecken.
  2. … können durch Ihre verdichtete Bauform zusätzliche Erkenntnisse liefern.
  3. … können komplexe Botschaften und Informationen anschaulich vermitteln.
  4. … können sowohl explizites als auch implizites Wissen transportieren.
  5. … können Werte darstellen, verstärken und teilen.
  6. … können Vertrauen und soziale Verbindungen stärken.
  7. … können das Lernen von neuen Fähigkeiten Spaß machen lassen!!!

"Character may almost be called the most effective means of persuasion."

—Aristotle

25 Feb
"Jede gute Geschichte ist zugleich auch ein Abglanz einer umfassenderen Geschichte – der universellen menschlichen Geschichte, deren Stationen Geburt, Aufwachsen, Lernen, Kampf um die eigene Individualität und schließlich Tod heißen."

Christoph Vogler

23 Feb

Was ist Coaching? Gute Frage. Gute Antwort.